Friedensvogel "Anouk"

Beschreibung

"Als ich ein Kind war, sah ich irakische Flugzeuge, die unsere Heimat bombardierten, mit Giftgas und Bomben. Es war furchterregend. In der Nacht träumte ich von Flugobjekten, sie sahen aus wie Drachen oder Diamantadler. Sie hoben mich von der Erde und boten mir Freiheit und Frieden. Meinen Kindheitstraum will ich wahr werden lassen, indem ich Flugobjekte baue, die über den Irak fliegen." Schamal, 2004

Das Gerüst aus gebogenen Aluminiumstangen und Plexiglasspanten ist mit einer Folie umwickelt. Durch den Rumpf und die Flügel des Kunstwerks laufen LED-Lichterketten, die mithilfe eines Dämmerungssensors geschaltet werden. Tagsüber reflektiert das Kunstwerk das Sonnenlicht, nachts leuchtet es von innen in mehreren wechselnden Farben, die durch eine Computersteuerung kontrolliert werden.

Das Kunstwerk gehört zu einer Reihe von Friedensvögeln, die der Künstler Schamal seit 2004 gebaut hat. Er verarbeitet mit den Werken das Erlebnis mehrerer Luftangriffe, die er in seiner nordirakischen Heimat Ende der 1980er Jahre erlebt hat. Sein erklärtes Ziel ist es, eines Tages von ihm gebaute Friedensvögel über seinem Heimatdorf fliegen zu lassen, um ein weithin sichtbares Zeichen für den Frieden zu setzen. Seine Kunstwerke sollen überraschen, Kreativität wecken und Hoffnung machen. Indem er danach strebt, prinzipiell flugtaugliche Objekte zu bauen, möchte er Wissenschaft, Kunst, Fantasie und Politik zusammenbringen.

Das hier ausgestellte Objekt wurde im September/Oktober 2012 für das Militärhistorische Museum der Bundeswehr gefertigt. Es soll sich von den überwiegend in Tarnfarben lackierten Kampfflugzeugen auf dem Flugplatz Berlin-Gatow absetzen. Gerade in der dunklen Jahreszeit beleuchtet es den Besuchern den Weg zurück von den militärgeschichtlichen Ausstellungen.

Das Kunstwerk wurde von Oktober 2012 bis Ende April 2013 im Freigelände des MHM Flugplatz Berlin-Gatow ausgestellt.

Technische Daten

Material/Technik

Aluminium, Plexiglas, LED-Lichterketten, Verpackungsfolie

Maße

Spannweite 10,0m, Länge 7,10m, Höhe 1,60m

Hergestellt

von Hiua Schasuar (1972-)
zwischen September - Oktober 2012 in Berlin-Wedding

Postadresse

Postfach 22 00 53 14061 Berlin

Besuchereingang

Am Flugplatz Gatow 33 14089 Berlin

info@mhm-gatow.de