Führungen

Im Rahmen der Fotoausstellung "Alliierte in Berlin - das Architekturerbe" findet ein umfangreiches Angebot an Führungen und Workshops statt. Hier kommen Sie zur Anmeldung.

Überblicksführung: Die militärische Luftfahrt in Deutschland

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek I. und Sek. II, öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 20
Dauer: 120 min
Ort: Hangar 3 und Außengelände

Haben Sie schon einmal Fliegerpfeile aus dem Ersten Weltkrieg gesehen? Einen Starfighter mit nuklearer Bewaffnung aus der Zeit des Kalten Krieges? Oder den VIP-Hubschrauber von Erich Honecker? Die einzigartige Sammlung des Militärhistorischen Museums Flugplatz Berlin-Gatow beeindruckt durch Authentizität. Dabei stehen Glanz und Grauen der Luftwaffentechnik in einem Spannungsverhältnis. Es sind nicht zuletzt die Geschichten hinter der Technik, die berühren.

Die Überblicksführung am historischen Ort der ehemaligen nationalsozialistischen Luftwaffenschule und des späteren Royal Air Force Flughafens geht der Geschichte der deutschen Militärluftfahrt nach. Sie bietet einen lebendigen Einblick in ihre historisch-politischen Zusammenhänge von den Anfängen im Deutschen Kaiserreich bis in die Gegenwart.

Luftkampf im Ersten Weltkrieg

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I und Sek. II., öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 15
Dauer: 90 min
Ort: Hangar 3

Der Erste Weltkrieg gilt als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Die dialogisch aufgebaute Führung spürt anhand von unterschiedlichen Objekten – vom Flugzeug bis zum Feldpostbrief – diesem menschenverschlingenden Krieg nach. Dabei steht der Luftkampf als jüngste Form militärischer Gewaltausübung im Mittelpunkt. Am Beispiel der Luftfahrt werden so die technischen Entwicklungen während dieses bewaffneten Konfliktes und ihre Folgen für den Menschen in den Blick genommen: Was machten Soldaten und Zivilist_innen für Erfahrungen mit dem Einsatz von militärischen Luftschiffen und Flugzeugen?

Fortschritt und Verbrechen – die Luftwaffe im „Dritten Reich“

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I und Sek. II., öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 20
Dauer: 90 min
Ort: Hangar 3

Dieser dialogisch ausgerichtete Rundgang setzt sich mit dem offensiven Einsatz der Luftwaffe im Zuge des verbrecherischen Angriffskrieges und dem späteren Luftkrieg über Deutschland auseinander. Außerdem wird das System der Zwangsarbeit des nationalsozialistischen Regimes intensiver beleuchtet. Denn u. a. für die Rüstung der Luftwaffe, nicht zuletzt für den Bau der propagierten „Wunderwaffen“, wurden Zwangsarbeiter_innen unter unmenschlichen Bedingungen ausgebeutet. Wie unter einem Brennglas zeigt sich hier die Verbindung von technischem Fortschritt und brutalem Verbrechen.

Strahlender Himmel – Mensch und Technik im Kalten Krieg

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I und Sek. II., öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 20
Dauer: 90 min
Ort: Hangar 3 und Außengelände

Während des Kalten Krieges führten die wechselseitige Aufrüstung der Supermächte USA und UdSSR die Welt an den Rand der atomaren Selbstauslöschung. Über die Zeit von vier Jahrzehnten bestimmte der Konflikt zwischen Kapitalismus und Kommunismus die Weltpolitik. Viele haben diese Epoche miterlebt. Die Jüngeren kennen sie, wenn überhaupt, aus Erzählungen. Wie lebte es sich mit der Angst vor der drohenden Vernichtung? Wie sahen die strategischen Planungen der Gegenseite aus? Welche Rolle fiel dabei den Luftstreitkräften im geteilten Deutschland zu? Die Führung erkundet Luftwaffentechnik aus Ost und West und ordnet sie in den historischen Kontext ein.

Gatows Geheimnisse – militärische Aufklärung und Spionage im Kalten Krieg

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I. und Sek. II, öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 20
Dauer: 90 min
Ort: Hangar 3 und Außengelände

Über vier Jahrzehnte währte der Kalte Krieg. Diese Konfrontation der Systeme war eine Hochphase nachrichtendienstlicher Tätigkeit. Das geteilte Berlin wurde eine Art „Hauptstadt der Spionage“. Welche Rolle spielte hier der damals britische Flugplatz Gatow, der in Sichtweite des „Eisernen Vorhangs“ lag? Im Rahmen einer dialogischen Führung erkunden wir den historischen Ort sowie Technik aus Ost und West.

Ein Blick hinter die Kulissen des Museums – Führung durch das Depot in Hangar 7

ab Juni 2022

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I. und Sek. II, öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 20
Dauer: 90 min
Ort: Hangar 7 und Außengelände

Museen können ihre Sammlungsbestände in der Regel nicht komplett in den Ausstellungen zeigen, so dass viele ‚Schätze‘ zumeist in Depots verborgen bleiben. Im MHM Berlin-Gatow blieb daher beispielsweise unser neuestes Großexponat, die imposante Riesendrohne „Euro Hawk“, bisher den Blicken der Öffentlichkeit entzogen. Auch der vom ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer genutzte Hubschrauber, welcher über eine zeitgenössische VIP-Ausstattung verfügt, konnte lange nicht bewundert werden. Diese und weitere spannende Objekte können Sie nun bestaunen und so einen Blick hinter die Kulissen unseres Museums werfen. Der Hangar 7 kann ausschließlich im Rahmen dieser Führung besucht werden!

Sommerprogramm

Radtouren

Aug in Aug mit dem Feind – eine Fahrradtour zwischen den Welten

Die Fahrradtour wird von Mai bis September 2022 abgeboten.

Berlin war Brennpunkt des Kalten Krieges. Bei einer spannenden Fahrradtour werden wir im Südwesten der ehemals geteilten Stadt und im angrenzenden Brandenburg nach den Hinterlassenschaften dieser Epoche suchen. Was können uns diese Relikte, die manchmal auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, heute noch erzählen? Zwischen den historischen Zeugnissen wartet die reizvolle Natur der Havelregion auf uns.

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I. und Sek. II, öffentliche Gruppen TeilnehmerInnen: max. 20 Dauer: 90 min Ort: Umgebung des MHM Berlin-Gatow

Treffpunkt ist der Haupteingang zum Tower auf dem Museumsgelände.

Bei Bedarf stehen auch einige Fahrräder der Bundeswehr zur Verfügung - für die kostenfreie Nutzung bitten wir um eine Reservierung.

Alternatives Erkunden

Geocaching – eine Spurensuche auf dem Flugplatz (Mai bis September)

a) Zielgruppen: Schulklassen und öffentliche Gruppen (von 8 bis 13 Jahren)

TeilnehmerInnen: max. 20
Dauer: 90-120 min
Ort: Außengelände

Die Teilnehmer_innen suchen mit GPS-Empfängern auf dem Flugplatzgelände nach Verstecken, sogenannten „Caches“. Auf spielerische Art wird dabei erstes Wissen zum historischen Ort und über Flugplätze allgemein vermittelt. Außerdem werden der Orientierungssinn und die Teamfähigkeit gefördert. Am Ende der ‚GPS-Schnitzeljagd‘ wartet auf die ‚Schatzsucher_innen‘ noch eine kleine Überraschung, die als Andenken mit nach Hause genommen werden darf.

b) Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I und II. sowie öffentliche Gruppen

TeilnehmerInnen: max. 15
Dauer: 90-120 min
Ort: Außengelände

Bei dieser Spurensuche für Jugendliche und Erwachsene begeben sich die Teilnehmer_innen ebenfalls mit GPS-Empfängern auf die Suche nach „Caches“. Letztere vermitteln dabei tiefergehendes Wissen zum historischen Ort (u. a. zur Luftkriegsschule während der Zeit des Nationalsozialismus und zur Nutzung des Flugplatzes durch die Royal Air Force).

Familien können die altersgerecht angepassten Varianten a) und b) kombinieren, um so gemeinsam eine spannende Spurensuche zu erleben.

Workshops

Spaß mit Flaggen

Zielgruppen: Schulklassen Grundschule und Sek. I, öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 32
Dauer: 60 min
Ort: Hangar 3

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Fahnen und Flaggen? Und warum bedeuten Fahnen so viel? Warum werden zum Beispiel beim Fußballspiel im Stadion viele Fahnen geschwenkt? Fahnen und ihre Symbole und Farben bieten spannende Kombinationsmöglichkeiten. Die TeilnehmerInnen lernen die Bedeutung von Tier- oder Pflanzensymbolen kennen und stellen ihre eigene Fahne zusammen.

Dass man sich mit Fahnen auch verständigen kann und wie das geht, erfahren wir mit dem Winkeralphabet. Und wie diese Art von Kommunikation funktioniert, wollen wir natürlich auch gleich ausprobieren.

Demokratie (er-)leben

Zielgruppen: Bundeswehr, Schulklassen Sek. I und II, öffentliche Gruppen
TeilnehmerInnen: max. 15
Dauer: 7 Stunden (inkl. Mittagspause)
Ort: Seminarraum Towergebäude

Sie wollen die Demokratie verteidigen, und das nicht nur mit der Waffe, sondern durch gelebtes Vorbild? Aber wie geht das eigentlich: demokratisch(er) zu leben!?

Politische Bildung mal ganz direkt, vielschichtig und sehr erlebnisorientiert. Die Teilnehmenden erlernen und begreifen die Strukturen eines demokratischen Miteinanders in der Gesellschaft durch eigenes Erleben in der Trainingsgruppe. Die oft verblüffenden Simulationen zum Miteinander leben und entscheiden beziehen die Erfahrungswelt der Teilnehmenden mit ein. Die Gruppe lernt durch diese praktischen Erfahrungen an sich selbst den Umgang mit Demokratie, eigener Macht, Toleranz und Fairness.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, demokratische Wege der Entscheidungsfindung mit ihren Chancen und Schwierigkeiten zu erleben und zu erlernen. Das ist praktische Politische Bildung zur kreativen Konfliktbewältigung und Konfliktlösung.

Politische Bildung

für die Bundeswehr im Jahr 2022

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow bietet auch für das Jahr 2022 Angebote zur politischen Bildung für Bundeswehrgruppen an, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden können.

Der thematische Schwerpunkt unseres Museums liegt auf der Geschichte der militärischen Luftfahrt in Deutschland von den Anfängen bis heute. Das Museum am Standort der heutigen General-Steinhoff-Kaserne ist verkehrstechnisch gut zu erreichen. Der Eintritt sowie alle Führungs- und Workshop-Formate sind kostenlos. Zudem bietet die Truppenküche vor Ort die Möglichkeit der Verpflegung.

Die „Weisung für die politische, historische, ethische und interkulturelle Bildung im Jahr 2022“ sieht unter anderem zwei Pflichtthemen vor, für die wir Ihnen folgende Formate anbieten:

Pflichtthema 1

Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland (Gesellschaft und Bundeswehr) - Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Diskriminierung

Dauer: 3 Stunden (inklusive Führung durch das Museum)
Teilnehmende: max. 15 Personen

Dieser erlebnisorientierte Workshop setzt sich in lebendiger Weise mit dem Verhältnis von Mehrheit und Minderheit auseinander. Einige Teilnehmende erleben dabei die privilegierte Situation einer Majorität. Andere finden sich in der begrenzenden Lage einer Minorität wieder.
Wie kommt es zu Diskriminierung durch die (Nicht-)Zugehörigkeit zu einer Gruppe? Wie können sich diskriminierte Menschen in unserer Gesellschaft dagegen wehren? Die Teilnehmenden werden sensibilisiert für bewusste sowie unbewusste Diskriminierung und Ausgrenzung. Bezüge zur Erfahrungswelt der Soldat/-innen spielen bei diesem Angebot eine zentrale Rolle. Anschließend beleuchtet ein dialogischer Rundgang zum Thema Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg u. a. den historischen Rassismus, wie er sich in der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt hat.

Pflichtthema 2

Chancen und Risiken der sozialen Medien

Dauer: 3 Stunden (inklusive Führung durch das Museum)
Teilnehmende: max. 15 Personen

Social Media gehören mittlerweile zu unserem Alltag und bietet grosse Möglichkeiten. Jede und Jeder kann eigene Inhalte über Kommunikationskanäle wie Facebook, Instagram, Twitter oder TikTok verbreiten. Informationen und Meinungen können schnell und leicht mit vielen anderen Teilnehmenden ausgetauscht werden. Man findet neue Kontakte und Gleichgesinnte, man verteilt und bekommt Likes. Auch politische Diskurse verlagern sich zunehmen in den virtuellen Raum. So groß die Chancen sind, so groß sind auch die Risiken: Wie bewerten wir die Kommentare im Netz? Wie leicht lassen wir uns beeinflussen von politischen Meinungen? Und was passiert, wenn keine Likes auftauchen, sondern menschenfeindliche Hassreden? Unser Workshop thematisiert die Bedeutung von Meinungsfreiheit in unserer Demokratie. Unser Recht auf Information und Wissen steht auf dem Spiel. Wie entscheiden wir uns? Anschließend führt ein dialogischer Rundgang durch die Ausstellung.

Wahlthema 5: Kalter Krieg

Strahlender Himmel – Mensch und Technik im Kalten Krieg

Dauer: 1,5 Stunden
Teilnehmende: max. 20 Personen

Während des Kalten Krieges führten die wechselseitige Aufrüstung der Supermächte USA und UdSSR die Welt an den Rand der atomaren Selbstauslöschung. Über die Zeit von vier Jahrzehnten bestimmte der Konflikt zwischen Kapitalismus und Kommunismus die Weltpolitik. Viele haben diese Epoche miterlebt. Die Jüngeren kennen sie, wenn überhaupt, aus Erzählungen. Wie lebte es sich mit der Angst vor der drohenden Vernichtung? Wie sahen die strategischen Planungen der Gegner aus? Welche Rolle fiel dabei den Luftstreitkräften im geteilten Deutschland zu? Die Führung erkundet Luftwaffentechnik aus Ost und West und ordnet sie in den historischen Kontext ein.

Die verschiedenen Themen-Angebote können zu einem Bildungstag kombiniert werden!

Bei Interesse an unseren Bildungsangeboten können Sie sich schnell und unkompliziert per E-Mail an mhmgatowfuehrungen@bundeswehr.org für Ihr Wunschthema anmelden. Den Anmeldebogen hier.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer +49 (0)30 3687 2666 oder per E-Mail zur Verfügung.

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Besuchereingang

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